PAN veröffentlicht Broschüre über biozidhaltige Alltagsgegenstände

In Deutschland sind rund 18.000 biozidhaltige Produkte auf dem Markt.

Biozide werden vom Gesetzgeber als Gifte eingestuft, da sie für Mensch und Umwelt gefährlich sind. Bei ihrer Anwendung können die Giftstoffe die Außen- oder Raumluft verschmutzen oder das Grundwasser verunreinigen.

Das Aktionsnetzwerk PAN Germany gibt in der kostenlosen Broschüre „Biozidbehandelte Gebrauchsgegenstände im Alltag“ einen Überblick über Alltagsgegenstände, die mit Bioziden belastet sind.

Biozide schädigen oder töten gezielt bestimmte Organismen, beispielsweise Bakterien und Pilze sowie Tiere wie Ratten oder Insekten. Die Bandbreite der biozidhaltigen Produkte reicht vom Putzmittel über das Insektenspray bis hin zum Holzschutzmittel. Doch auch andere Alltagsgegenstände enthalten Biozide. Biozide sind zum Beispiel Silber-Ionen, die antibakteriell wirken sollen, sowie Triclosan.

Im Küchenbereich sind Frischhaltedosen, Messer und Schneidebretter, Kochtöpfe, Spülen und Spülmaschinen sowie Schwämme teilweise mit Bioziden behandelt, um Bakterien zu hemmen. Im Badezimmer reicht die Bandbreite vom Duschvorhang bis zum Bademantel. Auch Teppiche, Laminatböden und Farben, Kopfkissen sowie Babyartikel wie Schlafsäcke und Kinderwägen, Sportbekleidung, Socken und Unterwäsche sind häufig mit Bioziden belastet.

Matratze für 60 Euro getestet

Anfang August hat Penny für 60 Euro eine „7-Zonen-Komfortschaum-Matratze“ angeboten. Stiftung Warentest hat das Produkt unter die Lupe genommen.

Die Matratze ist mit 14 Zentimetern vergleichsweise dünn. Die Tester bemängelten in der Seitenlage Schmerzen im Schulter- sowie Hüftbereich.

Die Matratze ist zudem schlecht verarbeitet, Nähte können sich leicht lösen. Beim simulierten Dauertest nimmt die stützende Eigenschaft der Matratze mit der Zeit ab. Höhere Temperaturen und Feuchtigkeit tragen ebenfalls dazu bei, dass die Liegequalität gemindert wird.

Wer nachts viel schwitzt, ist daher mit der Matratze nicht gut bedient. Auch schwere Menschen sollten nicht zu diesem Modell greifen, da sie schlechter von der Matratze gestützt werden. Dies ist auf die geringe Schaumqualität von 29 Kilogramm pro Kubikmeter zurückzuführen.

Zudem wirbt die Matratze damit, dass sie für Allergiker geeignet sei. Doch der Bezug der Matratze ist nicht milbendicht. Für Hausstauballergiker ist sie daher nicht zu empfehlen.

Schadstoffe wurden von Stiftung Warentest nicht gefunden, die Matratze ist also gesundheitlich unbedenklich. Dennoch gibt die Matratze anfangs einen unangenehmen Geruch ab.

 

Deutsche kaufen mehr Fairtrade-Produkte

Fairtrade-Produkte wie Kaffee, Schokolade Obst und Blumen sind in immer mehr Supermärkten zu finden.

Grund dafür ist die gestiegene Nachfrage nach diesen Produkten. Im vergangenen Jahr ist die Nachfrage von fair gehandelten Lebensmitteln um 36 Prozent gestiegen. 2012 wurden demnach Fairtrade-Produkte im Wert von 650 Millionen Euro in Deutschland verkauft – mehr als sechs Mal so viel wie noch im Jahr 2004. 51 Unternehmen stiegen zudem 2012 in den Handel mit fairen Produkten ein.

Fluglärm kann Herz und Kreislauf schädigen

Eine Studie aus Mainz hat neue Erkenntnisse in der Fluglärmforschung gebracht. Die Studie von Professor Thomas Münzel macht deutlich, bei welchen Schallpegeln Schäden an Gefäßen verursacht werden können.

Nachtfluglärm erhöht im Schlaf das Stresshormon Adrenalin. Durch den Anstieg des Adrenalins können sich die Gefäße nicht mehr so stark weiten, wie es normalerweise der Fall ist. Diese Funktion kann durch die Einnahme von Vitamin C zwar teilweise, aber nicht vollständig wiederhergestellt werden kann. Letztendlich kann Fluglärm daher Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems verursachen und bis zum Schlaganfall oder Herzinfarkt führen. Auch bei Menschen, die glauben, bereits an den Fluglärm gewöhnt zu sein, da sie nicht mehr durch den Lärm wach werden, haben ein erhöhtes Risiko für derartige Erkrankungen.

Die Studie ist erschien im European Heart Journal, Juli 2013.

 

Erinnerungen im Schlaf festigen

Kinder mit der Aufmerksamkeitsstörung ADHS können emotionale Erinnerungen im Schlaf schlechter festigen. Dies ergab eine Studie der Uniklinik Kiel. Getestet wurden 16 Jungen mit ADHS zwischen neun und zwölf Jahren.

Den Kindern wurden vor dem Schlafengehen 140 Bilder mit unterschiedlichen Motiven gezeigt. Die Hälfte der Bilder zeigte Motive, die Emotionen auslösen, darunter gefährliche Tiere, die andere Hälfte der Bilder zeigte harmlose Gegenstände. Diese Bilder wurden zudem einer Kontrollgruppe gleichaltriger Kinder gezeigt, die nicht an ADHS litten.

Am nächsten Morgen wurde die Erinnerung getestet. Die Jungen mit ADHS konnten sich an beide Bildgruppen gleich schlecht erinnern. Die Kinder ohne ADHS dagegen erinnerten sich gut und genau an die Motive, die Emotionen hervorriefen. Die Studie zeigt, dass Kinder mit ADHS emotionale Erinnerungen während der Nacht schlechter festigen als Kinder ohne ADHS. Die Forscher vermuten, dass die Verarbeitung von Reizen im Bereich des Stirnhirns bei Kindern mit ADHS verändert ist.

Quelle: www.welt.de

 

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