Bio-Baumwolle zu Unrecht in der Kritik

Das Statistische Bundesamt hat im Juni einen eingehenden Bericht über den Wasserverbrauch, der beim Anbau von Baumwolle anfällt, verfasst.

In der WAZ vom 11. Juni 2013 wurde der umfassende Bericht auf die Aussage reduziert, dass Bio-Baumwolle nicht viel umweltfreundlicher sei als andere Baumwolle. Zudem wird der Verzicht auf Pestizide beim biologischen Anbau in der WAZ als unbedeutend dargestellt.

Tatsache ist jedoch, dass viele Bio-Baumwollfelder in Gebieten liegen, in denen der Regen als Bewässerung dient, wie zum Beispiel in Uganda. In anderen Ländern wie Kirgistan wird aufgefangenes Regenwasser zur Bewässerung verwendet. Hinzu kommt, dass Bio-Baumwolle nur zu Beginn des Wachstums Wasser benötigt.  Zudem schützt der Verzicht auf Pestizide beim Bio-Baumwollanbau die Umwelt, das Grundwasser und letztendlich die Gesundheit der in der jeweiligen Region lebenden Menschen.

 

Futonwerk durch eco-INSTITUT zertifiziert

ID_0610_33112_001_Futonwerk_Label_print Das eco-INSTITUT hat am 26. Juni 2013 das eco-Zertifikat für das Dortmunder Unternehmen Futonwerk vergeben. Geprüft wurden die Futons der Reihen DX, bioFuton und Shiatsu. Das Institut konnte keine gesundheitlich bedenklichen Emissionen und Inhaltsstoffe nachweisen. Somit erfüllten die untersuchten Produkte die zum Prüfzeitpunkt gültigen Anforderungen des eco-INSTITUTs.

 

Mikrofasern schädigen die Umwelt

Mikrofasern werden bei Kleidungsstücken immer häufiger verwendet.

Die Fasern aus Acryl, Nylon oder auch Polyester sind vor allem deshalb so beliebt, weil sie schnell trocknen schnell und relativ robust sind. Doch Mikrofasern haben einen erheblichen Nachteil: Beim Waschen von Mikrofaserkleidung lösen sich kleine Partikel aus der Kleidung. Diese gelangen letztendlich mit dem geklärten Abwasser ins Meer.

Dies schädigt nicht nur die Tiere, die die winzigen Partikel ungewollt in sich aufnehmen, sondern auch den Menschen. Denn durch den Konsum von Fisch nehmen wir die Partikel selbst wiederum auf.

Mehr Schutz für den Wald

Um Totholz in Wäldern zukünftig stärker als Lebensraum für Tiere zu nutzen, hat das Bundesumweltministerium (BMU) ein bundesweites Projekt mit dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) ins Leben gerufen.

Der Plan: In den kommenden sechs Jahren sollen zusammen mit Forstbetrieben Strategien entwickelt werden, um Totholzbestände in die Waldbewirtschaftung zu integrieren. Für das Projekt stellt das Bundesprogramm Biologische Vielfalt rund 1,4 Millionen Euro.

Aktuell ist Totholz nur selten in deutschen Wäldern zu finden. Es stellt jedoch für viele Tiere einen wichtigen Lebensraum dar. So leben in alten und toten Bäumen nicht nur Spinnen und Insekten, sondern auch Vögel, Reptilien und Fledermäuse.

 

Bienengefährdende Pestizide verboten

Nach jahrelangem Einsatz von Umweltschützern wurde der Einsatz dreier Pestizide für die kommenden zwei Jahre verboten.

Bei den Pestiziden handelt es sich um sogenannte Neonikotinoide. Diese sind bienentoxisch und haben eine Verringerung der Intelligenz der Insekten zur Folge. Orientierungslosigkeit ist eine besonders häufige Folge dieser Pestizide, die Bienen finden nicht mehr zurück zu ihrem Bienenstock und sterben, die Bienenpopulation verringert sich. Auch die landwirtschaftlichen Erträge nehmen durch den Einsatz von Neonikotinoiden und damit verbundene geringere Bestäubungsleistungen durch Bienen ab.

Bei der ersten Abstimmung stimmte Deutschland gegen das Verbot. Bei der weiteren Abstimmung entschied sich das Land jedoch um. Insgesamt 15 Staaten der EU sprachen sich für das Verbot aus, acht dagegen, vier Länder enthielten sich. Das Verbot der drei Pestizide wird voraussichtlich ab Dezember 2013 gültig.

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