Organic textile Forum / green forum am 6./7. Mai

Zur ersten gemeinsamen Tagung laden das Organic textile Forum (it fits) und das green forum (IVN) vom 6.-7- Mai in Rorschacherberg in der Schweiz ein.

Die Veranstaltung steht unter dem Themenschwerpunkt „Green Fashion: Gestalten – Produzieren – Kommunizieren”. Im Mittelpunkt stehen dabei nachhaltige internationale Textilprojekte.

Fair und nachhaltig produzierte Mode ist heutzutage immer noch rar. Das zweitägige Forum präsentiert und erarbeitet Maßnahmen, um die Zukunft fairer und umweltbewusster Mode zu sichern und zu stärken. Die Teilnehmer der Veranstaltung können an drei verschiedenen Workshops teilnehmen, sich im Fashion Café über „Green Fashion“ austauschen sowie Expertenvorträge hören.

Der Workshop  „Kommunikation/Marketing“ beleuchtet Fragen wie „Welche Barrieren gilt es zu überwinden?“ und „Was ist wirksamer: Skandale oder Appelle?“. Im Workshop „Zukunft gestalten“ werden Faktoren des nachhaltigen Wirtschaftens thematisiert. In der „Labelschule“ blicken die Tagungsteilnehmer hinter die Kulissen von Labeln und Zertifikaten.

 

Vögel auf Feldern durch Pestizide in Gefahr

In Deutschland werden jährlich rund 100.000 Tonnen Pflanzenschutzmittel verwendet. Auf Feldern, Weinbergen, Wiesen und im Obstanbau.

Vögel auf Feldern sind dadurch besonders gefährdet. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie des Umweltbundesamtes (UBA). Betroffen sind in besonderem Maße das Rebhuhn und die Feldlerche und die Goldammer.

Diese Vögel finden auf Feldern immer weniger Nahrung. Denn die Pflanzenschutzmittel, die auf den Feldern zum Einsatz kommen, töten unter anderem Insekten und Raupen von Schmetterlingen ab. Die Folge: Besonders die Aufzucht der Jungen ist aufgrund der geringen Nahrungsvorräte gefährdet. Somit ist letztlich die gesamte Art in Gefahr.

Die Pflanzenschutzmittel lassen zudem Wildkräuter verschwinden. Diese wiederum sind eine wichtige Nahrung für Insekten. Die gesamte natürliche Nahrungskette ist durch die Herbizide gestört. Thomas Holzmann, Präsident des Bundesumweltamtes, fordert mehr Flächen, auf denen keine Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden. Nur so könnten Feldvögel und Insekten zukünftig ausreichend Nahrung finden. Zudem verwies Holzmann auf den Ökolandbau, der überwiegend ohne giftige Pflanzenschutzmittel auskommt. Die Flächen des Ökolandbaus machen aktuell rund sechs Prozent aller Felder aus. Ziel sei es laut der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie, einen Anteil von 20 Prozent zu erreichen.

Auch die engere Anpflanzung von Getreide, die durch den Einsatz der Pflanzenschutzmittel möglich ist, macht den Vögeln zu schaffen. Denn ihnen bleibt nur noch wenig Raum zum Brüten und zur Aufzucht der Jungen.

 

Label für Fairtrade-Kleidung geplant

Kleidung aus fair produzierter Baumwolle ist längst auf dem Markt. Doch was vielen Menschen nicht bekannt ist: Das Fair-Label bezieht sich nur auf die Produktion der Baumwolle, jedoch nicht auf ihre die Arbeitsbedingungen, die bei der Weiterverarbeitung herrschen.

Bei der Weiterverarbeitung von Baumwolle wird aktuell lediglich die so genannte „ILO-Kernarbeitsnorm“ eingehalten. Diese untersagt  Kinderarbeit und Zwangsarbeit. Doch faire Arbeitsbedingungen werden mit dieser Norm nicht abgedeckt. Um dieses Problem anzugehen und auch die gesamte Weiterverarbeitung von Baumwolle zu zertifizieren, plant Fairtrade ein neues Textil-Label. In rund drei Jahren sollen die ersten, von Fairtrade zertifizierten Kleidungsstücke zu kaufen sein. Fairtrade bedeutet übrigens nicht immer „bio“. Das Unternehmen will ökologischen Anbau zwar klar fördern, jedoch nicht zur Pflicht machen. Im Mittelpunkt des Fairtrade-Labels sollen somit ganz klar die Arbeitsbedingungen aller beteiligten Menschen innerhalb der kompletten Lieferkette stehen.

Aktuell kaufen viele Bekleidungsunternehmen fertige Stoffe oder Produkte, ohne über die vollständige Lieferkette Bescheid zu wissen. Somit kann momentan nahezu kein Kleidungsstück als „komplett Fairtrade“ bezeichnet werden. Zu berücksichtigen wären dazu die Anbau- und Erntebedingungen der Baumwolle, die Arbeitsbedingungen der Weiterverarbeitung zu Stoffen sowie die Arbeitsbedingungen bei Weiterverarbeitung zum fertigen Kleidungsstück, zum Beispiel in Nähereien.

Das Label des Global Organic Textile Standard hat bereit vorgemacht, wie es geht. Es ist das aktuell einzge Label, das die sozialen Bedingungen innerhalb der Lieferkette überprüft. Doch es bezieht sich ausschließlich auf Bio-Baumwolle und macht somit nur einen sehr geringen Anteil der auf dem Markt befindlichen Kleidung aus.

 

Nachhaltig bauen und sanieren: UBA startet Kommission

Das Umweltbundesamt (UBA) hat die „Kommission Nachhaltiges Bauen“ (KNB) ins Leben gerufen.

Die KNB berät das Umweltbundesamt in Fragen des nachhaltigen Bauens. So zum Beispiel in punkto ressourcenschonendes Bauen sowie umweltschonende Bauprodukte.

14 Fachleute aus Fachbehörden und dem wissenschaftlichen Bereich gehören der Kommission an. Der Schwerpunkt der KNB liegt klar auf dem Thema „Ökologie“. Iris Behr ist Vorsitzende der Kommission. Sie ist am Institut für Wohnen und Umwelt e.V. (IWU) tätig. Neben der Beratungsfunktion des UBA soll die KNB das Prinzip des ökologisch-nachhaltigen Bauens bei den international beteiligten Akteuren etablieren.

Die KNB wurde ins Leben gerufen, da das nachhaltige Bauen eine große Rolle beim Umwelt- und Klimaschutz spielt. Da ein Großteil der in Deutschland genutzten Energie in Gebäuden verbraucht wird, besteht gerade an dieser Stelle Potenzial: Alte Gebäude können beispielsweise so saniert werden, dass sie später deutlich weniger Energie – zum Beispiel zum Heizen – benötigen. Auch bei der Herstellung von Baustoffen kann erheblich Energie eingespart werden.

 

Bio-Textilsiegel: BR sorgt für Durchblick

Die Sendung „Faszination Wissen“ des Bayerischen Rundfunks (BR) informiert am 17. März um 22:00 Uhr über nachhaltig produzierte Kleidung.

Dabei betrachtet Moderator Gunnar Mergner alle Aspekte und Schritte der Textilproduktion. Auch die verschiedenen Textilsiegel, die derzeit in Verwendung sind, werden in der Sendung vorgestellt – vom Blauen Engel bis zum IVN-Zertifikat.

Eine ausführliche Übersicht über alle Textilsiegel findet sich auf der vom Bundesverbraucherministerium geförderten Internetseite www.label-online.de. Auf der Info-Seite werden die einzelnen Label nicht nur ausführlich erläutert, sondern auch bewertet. Verbraucher erhalten so schnell einen Überblick über die wichtigsten Label. Bis Ende des Jahres sollen circa 600 verschiedene Label auf der Internetseite vertreten sein.

 

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