Bienenarbeit in Milliardenhöhe

An der Universität Göttingen wurde errechnet, wie hoch der ökonomische Nutzen von Bienen ist.

Die Biologen fanden heraus, dass die Bestäubung durch Bienen bei Nutzpflanzen einerseits den Ertrag erhöht und außerdem qualitativ bessere, also größere und schönere Früchte hervorbringt.

Allein bei Erdbeeren wird die Arbeit der Bienen in der EU auf rund eine Milliarde Euro geschätzt. Die Früchte, die durch Bienen bestäubt wurden, wiesen weniger grüne und weiße Stellen auf und waren süßer und fester. Dadurch waren die Früchte rund einen Tag länger lagerbar. Rund zwei Drittel der bestäubenden Bienen waren Wildbienen – nur ein Drittel stammte aus umliegenden Bienenstöcken.

Durch die starken Förderung der Landwirtschaft sind jedoch viele Ökosysteme, in denen Bienen Pflanzen bestäuben, in Gefahr. Aufgrund der Reduzierung der Lebensräume für Bienen durch zunehmende Ackerflächen wird die Agrarpolitik der EU von vielen Forschern kritisiert.

Viel Schlaf ändert Essverhalten von Kindern

Zahlreiche Schlaf-Studien haben belegt, dass Schlafmangel Übergewicht fördert.

Wer übergewichtig ist und abnehmen will, sollte also nicht nur gesund essen, sondern auch viel schlafen. Schlaf macht zwar nicht direkt schlank, doch er verändert das Essverhalten. Dies gilt sowohl für Erwachsene als auch für Kinder.

Forscher aus den USA haben in einer Studie mit 37 Kindern zwischen acht und elf Jahren den Zusammenhang zwischen Schlaf und Essverhalten untersucht. Das Ergebnis: Das Essverhalten von Kindern ändert sich, wenn sie im Durchschnitt 1,5 Stunden länger schlafen. Die Kinder nahmen am Tag weniger Kalorien zu sich.

Alle Kinder schliefen jeweils eine Woche lang 9,5 Stunden, 8 Stunden und 11 Stunden. 69 Prozent der Kinder verloren in der Zeit, in der sie 11 Stunden lang schliefen, an Gewicht (rund 200 Gramm). Im Durchscnitt nahmen sie rund 130 Kilokalorien weniger zu sich als zuvor. Schliefen die Kinder länger, war auch der Leptin-Wert reduziert. Das Hormon Leptin ist für die Steuerung des Hunger- und Sättigungsgefühls zuständig.

Verbrauch von Plastiktüten reduzieren

Der Verbrauch von Plastiktüten innerhalb der EU ist enorm.

In Deutschland werden pro Person jährlich rund 65 Plastiktüten verbraucht. Besonders hoch ist der Verbrauch der Plastiktaschen in Ungarn und in der Slowakei – mit jährlich rund 400 Tüten pro Person.

Einige Länder haben den Verbrauch bereits erfolgreich um rund 80 Prozent reduziert – so zum Beispiel Dänemark (4 Plastiktüten jährlich pro Person) oder Irland (18 Plastiktüten jährlich pro Person). Möglich wurde dies durch die Einführung einer Steuer auf Plastiktüten.

Um EU-weit eine Reduzierung des Plastiktütenverbrauchs zu erreichen, muss jedoch auf nationaler Ebene eine Regelung gefunden werden. Jeder Mitgliedsstaat muss also seine eigenen Richtlinien entwerfen.

Plastiktüten sind eine große Belastung für die Umwelt. Allein im Pazifischen Ozean schwimmen mehrere Millionen Tonnen Plastikabfall. Darüber hinaus ist die Herstellung der Tüten aufwendig, da viel Energie dazu benötigt wird. Plastiktüten zerfallen in winzige Partikel und sind dadurch eine große Gefahr für Meerestiere.

Frische Luft ist besonders für Kinder wichtig

Kinder verbringen den Großteil ihrer Zeit in Innenräumen, zum Beispiel in Kindergärten und Schulen.

Kein Wunder, dass in diesen schnell dicke Luft im Raum herrscht. Wird nicht oft genug gelüftet, erhöht sich die Kohlendioxid-Konzentration im Raum. Die Folgen reichen von Müdigkeit bis hin zu Konzentrationsstörungen und Kopfschmerzen.

Speziell nach Renovierungsmaßnahmen ist viel frische Luft nötig. Auch Spielzeuge, die gesundheitsgefährdende Chemikalien enthalten, können sich negativ auf die Raumluft auswirken und hohe Belastungen mit Schadstoffen verursachen.

Tipps für eine gesunde Luft in Innenräumen gibt der Ratgeber „Umwelt und Kindergesundheit – gesünder groß werden“. Dieser wird vom Umweltbundesamt, vom Bundesinstitut für Risikobewertung, vom Robert-Koch-Institut sowie vom Bundesamt für Strahlenschutz herausgegeben und steht kostenlos zum Download bereit. Darüber hinaus informiert der Ratgeber über den Umgang mit umweltbedingten Kinderkrankheiten, über schadstofffreie Kindermöbel, und die Strahlenbelastung durch Telefone und Babyphone.

STeP ist der neue OEKO-TEX® Standard 1000

Der OEKO-TEX® Standard 1000 ist vom neuen OEKO-TEX® Standard STeP abgelöst worden.

Die STeP-Zertifizierung  kann in allen Produktionsstufen der Textilherstellung erfolgen und ermöglicht es Produktionsbetrieben, ihre nachhaltigen Produktionsbedingungen nach außen hin transparent zu machen.

Produktionsbetriebe, die sich nach STeP zertifizieren lassen, setzten auf eine umweltfreundliche Herstellung, eine größtmögliche Arbeitssicherheit und optimale Arbeitsbedingungen. Da die Ziertifizierung auf einem dynamischen Scoring-System basiert, können sich die Betriebe stets weiterentwickeln und verbessern. Die STeP-Zertifizierung ist drei Jahre lang gültig und muss nach Ablauf der Dauer wiederholt werden, um weiterhin genutzt werden zu können.

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