Mehr Öko-Anbau in Bayern und Mecklenburg-Vorpommern?

Die Nachfrage nach Lebensmitteln in Bio-Qualität steigt in Deutschland stetig. Um dieser Nachfrage gerecht zu werden, hat Bayern das Landesprogramm „BioRegio 2020“ ins Leben gerufen. Ziel des Programms ist die Verdoppelung der Produktion von Öko-Lebensmitteln in Bayern bis zum Jahr 2020.

Mit rund 5,4 Millionen Euro unterstützt das Land in den kommenden Jahren die Bereiche Vermarktung, Bildung und Beratung. So sollen beispielsweise Kompetenzzentren für Ernährung, aber auch die Etablierung von Öko-Modellregionen gefördert werden. Darüber hinaus ist die Einrichtung einer zweiten Fachschule sowie zweier Akademien für ökologischen Landbau in Planung.

Auch das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern hat bis zum Jahr 2020 konkrete Ziele: Bis dahin soll die Ackerfläche für ökologischen Anbau von 123.000 Hektar (9,1 Prozent aller Agrarflächen) auf 150.000 Hektar erweitert werden.

Aktuell liegt Bayern in der Produktion von Bio-Lebensmitteln mit mehr als 6.500 Öko-Betrieben und einer bewirtschafteten Fläche von rund 210.000 Hektar bundesweit bereits vorn. Nahezu ein Drittel aller deutschen Biobetriebe befindet sich in Bayern.

Bhutan will erstes Öko-Land werden

Das im Himalaya gelegene Land Bhutan ist bereits vor fünf Jahren mit der Einführung des Glücks-Index bekannt geworden.

Seitdem steht in Bhutan das Wohl der rund 700.000 Einwohner über dem wirtschaftlichen Erfolg des Landes. Nun hat sich das Land dazu entschlossen, das erste Land zu werden, das in der Landwirtschaft ausschließlich auf biologischen Anbau setzt.

Bereits jetzt verzichten viele Bauern in Bhutan auf den Einsatz von Pestiziden und chemischen Düngemitteln. Zukünftig ist geplant, den Verkauf von Pflanzenschutzmitteln und Pestiziden zu verbieten, um Gewässer, Boden und Pflanzen zu schützen. Innerhalb der nächsten zehn Jahre soll der biologische Anbau schließlich zur Pflicht werden. Die biologische Landwirtschaft ist zudem ganz im Sinne des Buddhismus, der es erfordert, im Einklang mit der Natur zu leben.

Auch wirtschaftlich sieht das Land einen Nutzen im biologischen Anbau. Schon jetzt exportiert Bhutan Reis, Gemüse und Obst nach Thailand, Indien und in die USA. Durch die neuen Öko-Standards könnte das Land seinen Export aufgrund der zunehmenden Nachfrage nach Öko-Lebensmitteln weiter ausbauen.

Quelle: www.eu-umweltbuero.at

Biologischer Baumwollanbau bringt höhere Erträge

 

Die meiste Baumwolle weltweit wird in Australien und Israel angebaut.

In Australien kommen für diese Zwecke größtenteils genverändertes Saatgut und Pestizide zum Einsatz, in Israel ebenso, wenngleich dort der Anteil der Bio-Baumwolle höher ist. Dass auch mit reiner Bio-Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau viel erreicht werden kann, zeigen die Biobaumwollprojekte der Marke Cotonea in Kirgistan und Uganda. Die Projekte liegen mit ihrem Hektarerträgen weltweit auf den Rängen 3 und 4.

Bei den Projekten wird auf die Verwendung von Kunstdünger und Pestiziden verzichtet und auf biologischen Pflanzenschutz gesetzt. Dies schützt nicht nur die Natur, sondern auch die dort lebenden Menschen. Ein weiterer Vorteil: Das Grundwasser bleibt sauber. Durch Fruchtfolge mit weiteren Saaten bleibt der Boden langfristig fruchtbar und wird nicht ausgelaugt, wie es bei Monokulturen der Fall ist. Eine faire Entlohnung, von der die Bauern und ihre Familien leben können, ist ein weiterer wichtiger Bestandteil der Projekte. Der Ertrag pro Hektar aus biologischem Anbau übertrifft zumeist die Erträge aus konventionellem Anbau. Dies bestätigt das ICAC.

Quelle: www.shop.cotonea.de

„Neue Produkte: Aus Natur gemacht“

Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen sind längst auf dem Markt. Ihre Vorteile liegen auf der Hand: Sie sind umweltfreundlich und gesundheitlich unbedenklich.

Dennoch werden immer noch die meisten Produkte aus fossilen Rohstoffen hergestellt. Doch diese sind begrenzt und schaden überdies dem Klima. Zudem stammen fossile Rohstoffe zum Teil aus Regionen, die politisch instabil sind.

Das  Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz will Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen fördern. In der neuen Broschüre „Neue Produkte: Aus Natur gemacht“ können sich Verbraucher über alternative, biobasierte Produkte informieren.

Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen sind in vielen Bereichen des täglichen Lebens zu finden. Shampoos, Waschmittel, Kosmetika, aber auch Spielzeuge werden zunehmend aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt. Auch bei der Produktion von Arznei-, Farb- und Kraftstoffen wird bereits auf biobasierte Rohstoffe gesetzt, ebenso in der Automobilindustrie und beim Hausbau.

 

Schadstoffe in Latexmatratzen

Latexmatratzen sind immer mehr gefragt. Nicht zuletzt, weil ihnen ein guter Ruf vorauseilt. Denn besonders gute Liegeeigenschaften und ein natürliches, gesundes Schlafen werden ihnen nachgesagt. Zu Recht? Ökotest hat sich neun Modelle näher angesehen.

Insgesamt fand Ökotest mehrere Problemstoffe in den untersuchten Latexmatratzen, so zum Beispiel krebserregende Nitrosamine in der Matratze „Juwel H2“ von Malie. Nitrosamine entstehen bei dem Prozess, bei dem Kautschuk in Latexschaum umgewandelt wird. Außerdem löste sich aus dem Bezug der Matratze das giftige Halbmetall Antimon, ebenso aus dem Bezug der Matratze „Latex Natura 1800“ von Dunlopillo. In dieser wurden außerdem halogenorganische Verbindungen nachgewiesen, die in ihrer Wirkung umstritten sind.

Eine gewisse, aber keineswegs absolute Sicherheit beim Kauf einer Matratze bietet das QUL-Zertifikat. Es zeigt an, dass eine Matratze zu mindestens 95 Prozent aus reinem Naturkautschuk besteht. Das Problem: Die übrigen fünf Prozent können Hilfsstoffe und Füllmittel und gesundheitsschädliche Stoffe – enthalten. Grenzwerte für Problemstoffe und Pestizide sind beim QUL-Zertifikat ebenfalls gesetzt. Doch eine absolut schadstofffreie, zu 100 Prozent aus reinem Naturkautschuk bestehende Matratze, ist mit dem Zertifikat nicht garantiert.

 

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