Genügend Schlaf beugt Burnout vor

Ein stressiger Berufsalltag kann körperliche Belastungen nach sich ziehen.

Eine davon sind Schlafstörungen. Häufig ist die Hektik des Tages noch abends vor dem Einschlafen präsent. Wer nach einem hektischen Arbeitstag abends nicht mehr abschalten kann und noch im Bett Probleme wälzt, kann meist nicht gut einschlafen.

Auch Schlafstörungen mitten in der Nacht oder viel zu frühes Aufwachen können die Folge eines stressigen Alltags sein. Daraus resultiert ein chronischer Schlafmangel, der die Entstehung von Burnout begünstigen kann.

Um Schlafstörungen vorzubeugen, ist es hilfreich, eine Regelmäßigkeit in seinen Tagesablauf zu bringen. Feste Uhrzeiten, zu denen man ins Bett geht, sowie vor dem Einschlafen zur Ruhe kommen sollten in den Tagesablauf integriert werden. Sorgen Sie darüber hinaus für ein angenehmes Schlafklima. Besonders geeignet sind hier Naturmatratzen, da diese die Wärme optimal ableiten und Menschen, die schnell schwitzen, das beste Schlafklima bieten. Auch im Sommer zeigt sich die Qualität dieser Matratzen, da auch hier übermäßiges Schwitzen verhindert wird. Zudem ist es hilfreich, abends nur noch leichte Mahlzeiten zu sich zu nehmen und auf einen hohen Alkoholkonsum zu verzichten. Ein heißes Bad oder ein Spaziergang am Abend können ebenfalls für Entspannung sorgen.

 

Schichtarbeit und Schlafstörungen

Viele Schichtarbeiter – rund 49 Prozent – leiden unter Schlafstörungen.

Rituale vor dem Schlafengehen können helfen, besser einzuschlafen. Doch häufig ist nicht das Einschlafen das Problem, sondern die Unterbrechung des Schlafs durch häufiges Aufwachen.

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) empfiehlt in diesem Fall, in Schichten zu schlafen. Der Schlaf könne beispielsweise in zwei mal vier Stunden Schlaf aufgeteilt werden.

Generell ist der Tagschlaf weniger tief als der Nachtschlaf. Dadurch erklärt sich auch das häufige Aufwachen. Schichtarbeiter können dadurch weniger Stress abbauen als Menschen, die nachts schlafen. Um einen Ausgleich zu schaffen, rät die BAuA dazu, Sport zu treiben – wenigstens zweimal in der Woche. Doch dies ist nicht immer leicht zu realisieren – gerade bei Sportarten, die im Verein betrieben werden. Eine Lösung liegt darin, zusammen mit Kollegen, die denselben Tagesrhythmus haben, Sport zu treiben.

Viel Schlaf ändert Essverhalten von Kindern

Zahlreiche Schlaf-Studien haben belegt, dass Schlafmangel Übergewicht fördert.

Wer übergewichtig ist und abnehmen will, sollte also nicht nur gesund essen, sondern auch viel schlafen. Schlaf macht zwar nicht direkt schlank, doch er verändert das Essverhalten. Dies gilt sowohl für Erwachsene als auch für Kinder.

Forscher aus den USA haben in einer Studie mit 37 Kindern zwischen acht und elf Jahren den Zusammenhang zwischen Schlaf und Essverhalten untersucht. Das Ergebnis: Das Essverhalten von Kindern ändert sich, wenn sie im Durchschnitt 1,5 Stunden länger schlafen. Die Kinder nahmen am Tag weniger Kalorien zu sich.

Alle Kinder schliefen jeweils eine Woche lang 9,5 Stunden, 8 Stunden und 11 Stunden. 69 Prozent der Kinder verloren in der Zeit, in der sie 11 Stunden lang schliefen, an Gewicht (rund 200 Gramm). Im Durchscnitt nahmen sie rund 130 Kilokalorien weniger zu sich als zuvor. Schliefen die Kinder länger, war auch der Leptin-Wert reduziert. Das Hormon Leptin ist für die Steuerung des Hunger- und Sättigungsgefühls zuständig.

Schlaf befreit Gehirn von Schadstoffen

Jeder Mensch braucht Schlaf, Schlafentzug kann sogar tödlich enden.

Warum das so ist, ist bisher noch nicht endgültig geklärt. Eine wichtige Funktion ist jedoch das „Aufräumen“ des Gehirns, das vor allem nachts erfolgt.

Dies fanden Forscher des University of Rochester Medical Center (URMC) in den USA in Untersuchungen mit Mäusen heraus. Das Ergebnis: Im Schlaf verkleinern sich die Nervenzellen um rund 60 Prozent. Dadurch ist der Raum zwischen den Nervenzellen vergrößert, die Gehirnflüssigkeit fließt schneller und kann dadurch mehr Schadstoffe entsorgen. Unter anderem auch ein Protein namens beta-Amyloid. Dies ist unter anderem im Spiel, wenn Alzheimer entsteht. Schläft der Mensch nicht genug, werden derartige Schadstoffe nicht „entsorgt“. Auf lange Sicht kann dies zu Schädigungen des Gehirns führen.

 

Teufelskreis: Schlafstörungen und Kopfschmerz

Kopfschmerzen wie Migräne oder Clusterkopfschmerz können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen.

Nicht nur tagsüber, sondern auch in der Nacht. Rund 75 Prozent aller Kopfschmerzpatienten sind gleichzeitig auch von Schlafstörungen betroffen.

Doch auch umgekehrt kann ein schlechter Schlaf die Ursache für Kopfschmerzen sein. Ein Teufelskreis.

Die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) e. V. hat in Schlafstudien herausgefunden, dass das Auftreten von Kopfschmerz während des Schlafs häufig dazu führt, dass die betroffene Person aufwacht. Die DGSM schließt zudem nicht aus, dass weitere Erkrankungen für die Schlafstörungen verantwortlich sein können.

Vom 17. bis 19. Oktober tauschen sich auf der 21. Jahrestagung der DGSM. in Wiesbaden rund 2.000 Wissenschaftler über die neuesten Erkenntnisse im Bereich der Schlafmedizin aus.

 

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