Schadstoffe in Latexmatratzen

Latexmatratzen sind immer mehr gefragt. Nicht zuletzt, weil ihnen ein guter Ruf vorauseilt. Denn besonders gute Liegeeigenschaften und ein natürliches, gesundes Schlafen werden ihnen nachgesagt. Zu Recht? Ökotest hat sich neun Modelle näher angesehen.

Insgesamt fand Ökotest mehrere Problemstoffe in den untersuchten Latexmatratzen, so zum Beispiel krebserregende Nitrosamine in der Matratze „Juwel H2“ von Malie. Nitrosamine entstehen bei dem Prozess, bei dem Kautschuk in Latexschaum umgewandelt wird. Außerdem löste sich aus dem Bezug der Matratze das giftige Halbmetall Antimon, ebenso aus dem Bezug der Matratze „Latex Natura 1800“ von Dunlopillo. In dieser wurden außerdem halogenorganische Verbindungen nachgewiesen, die in ihrer Wirkung umstritten sind.

Eine gewisse, aber keineswegs absolute Sicherheit beim Kauf einer Matratze bietet das QUL-Zertifikat. Es zeigt an, dass eine Matratze zu mindestens 95 Prozent aus reinem Naturkautschuk besteht. Das Problem: Die übrigen fünf Prozent können Hilfsstoffe und Füllmittel und gesundheitsschädliche Stoffe – enthalten. Grenzwerte für Problemstoffe und Pestizide sind beim QUL-Zertifikat ebenfalls gesetzt. Doch eine absolut schadstofffreie, zu 100 Prozent aus reinem Naturkautschuk bestehende Matratze, ist mit dem Zertifikat nicht garantiert.

 

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