Fruchtbarkeitsstörungen und Missbildungen durch Pestizide

Nachgewiesen wurde der Zusammenhang zwischen Pestiziden und Fruchtbarkeitsstörungen sowie Schädigungen der Geschlechtsorgane in dänischen Vergleichsstudien.

Studien aus Spanien und Brasilien zeigen ebenfalls einen Zusammenhang zwischen genitalen Fehlbildungen bei Jungen und dem vorangegangenen Kontakt der Eltern mit Pestiziden.

Die Ergebnisse dieser Untersuchungen hat das Pestizid Aktions-Netzwerk e.V. in einer Studie zusammengefasst. Bei neugeborenen Jungen zeigt sich die Fehlbildung unter anderem in einer fehlgestalteten Harnröhre sowie im Hodenhochstand.

Fachärzte führen diese Fehlbildungen auf eine Störung des Hormonsystems zurück. Die Wirkung von Pestiziden auf das Hormonsystem (endokrine Wirkung) ist bereits in Laborversuchen nachgewiesen worden. Unfruchtbarkeit, Geschlechtsveränderungen sowie Verweiblichung und Vermännlichung können die Folgen von Kontakt mit Pestiziden sein. Trotz dieser Auswirkungen sind viele endokrin wirkende Pestizide in Deutschland und in Europa immer noch zugelassen.

 

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